Architekt Miroslav Drofa wurde in Vsehrdy bei Pilsen in Familie eines Oberlehrers geboren. Er ist zusammen mit zwei Schwestern und einem Bruder als der Jüngste der Geschwister groß geworden. Nach Beendigung der Studien an der Obergewerbeschule für Bauwesen in Pilsen im Jahr 1928 begrüßte er die Gelegenheit als zwanzigjähriger in die Bauabteilung der bekannten Schuhfirma Bata in Zlin einzusteigen. Der Unternehmer prosperierte sehr gut, entwickelte sich mit einem raschen Tempo und damit auch die breite Umgebung von Zlin. Wenn er im Jahr 1928 seine Berufslaufbahn auf dem Posten eines Bautechnikers und Kostenplaners der Bauten begann, hatte er nicht mal geahnt, welche Möglichkeiten wird ihm die Vorkriegszeit in Zlín und das Unternehmer Bata gewähren. Es handelte sich nicht nur um eine große Menge der Arbeit, die sich aus schnell sich entwickeltem Konzern des Unternehmens Bata in Zlin in ehemaliger Tschechoslowakei und in Ausland ergab, sonder auch damit verbundenen Wohnungsbau und Gesellschaftsbauten. Bata  hatte jedoch dem Architekt Drofa aber auch das wertvollste angeboten, was man einem jungen Mensch am Anfang seiner Berufslaufbahn anbieten kann. Er ermöglichte ihm die Arbeitskontakte, sowie Zusammenarbeit mit Kollegen, später auch renommierten Architekten, wie Frantisek Lydie Gahura, Vladimir Karfik und Jiri Vozenilek.

Zusammen mit diesen ist Architekt Drofa ein Gestalter eines ausdruckvollen  Stils des Funktionalismus, sosehr charakteristisch für die Stadt Zlin geworden. Die Architektur, sowie Art der Bebauung der Stadt Zlin in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts ist ein Phänomen, das in der Vorkriegszeit der Tschechoslowakei, sowie der ganzen Europa keine Ähnlichkeit hatte.

Übrigens auch in dem weltweiten Maßstab sind zum Vergleich nur selten ähnliche Beispiele zu finden. Gerade in Zlín haben sich damalige Träume und Visionen der Funktionalisten verwirklicht. Nicht durch Ausführung von einem Bauwerk, oder mehreren Bauwerken, aber gleich der ganzen Stadt! Zlin ist also seit Hälfte der 30 Jahren neben Prag und Brno die Dritte bedeutsame Zentrum der modernen Architektur in Tschechoslowakei geworden.

In den dreißigsten Jahren als Reaktion auf die Einförmigkeit und Weltentwicklung sind auf dem Gebiet der Wohnungsbau neue Typen der Häuser entstanden. Dabei sind ausdrucksvoll auch Entwürfe von F.L. Gahura, V. Karlik und M. Drofa registriert. Architekt Drofa von seiner ehemaligen Praxis wusste, was für eine wichtige Kriterium für jeden Bauherrn der Preis des Bauvorhabens ist und wie man es durch den Architekten und sein Team positiv oder negativ beeinflussen kann. Er sagte ständig: „ was 100 000 Kronen kosten kann, darf nicht 101 000 Kronen kosten“. Auch deswegen finden sie in seinen Aufzeichnungenen aus Sicht der Konstruktion, sowie Disposition einfache und funktionsmäßig durchgedachte zweckmäßige Lösungen. Damit sind die Investitionskosten der Bauvorhaben gesunken und trotzdem ist noch erhobener Wohnstandard erreicht worden. Im Jahr 1937 hatte Architekt Drofa sein ersten Aufzeichnungen für Einfamilienhaus mit Garage ausgearbeitet. Das Bauwerk fesselt mit einwandfreiem Massenausgleich. Im Jahr 1940, wo Direktion der Firma Bata beschloss für eigene Beschäftigte in kurzer Zeit 400 Einfamilienhäuser  und Doppelfamilienhäuser zu erbauen, gehörte weiteren Drofa Entwurf eines Wohnhauses zu den drei besten.

In 1939 ist er mit Leitung der Bauabteilung der Firma Bata in Zruc nad Sazavou beauftragt worden. Die geplante Stadtentwicklung ermöglichte es ihm, zusammen mit Architekt Karfik sich an dem Aufzeichnungen für eine neue Fabrik der Firma Bata, sowie Entwurf der neuen Schule, des Gemeinschaftshauses und Sieglung für die Beschäftigte, sich zu beteiligen. In der neuen Stadt ist somit eine ähnliche Zonenaufteilung wie in Zlin entstanden, d.h. Zone für die Produktion, Zone für Dienstleistungen, Schule und Zone für das Wohnen.

Im Jahr 1940 und 1941 ist in Zlin das Stadtviertel Zadni Dily entstanden. In dieser Zeit beteiligten sich an weiterer Stadtentwicklung Zlin auch Architekten V. Kubecka, F. Musil, H. Adamec und A. Florian.

Im Jahr 1942 ist Drofa zurück nach Zlin berufen worden, um dort Leiter der Abteilung für die Wohnungsbau zu werden. Er schaffte es dabei auch weitere Aufzeichnungene für Bata Satelliten zu bewältigen, wie z.b. Stadtviertel Otrokovice Batov, Napajedla, slowakischer Stadt Batovany (heute Partizanske).

In der Nachkriegszeit zwischen Jahren 1945 bis 1948 hatte Firma Bata ihr Sitz nach Kanada verlegt. Hintern Ozean sind nach dem Krieg auch einige Drofa Mitarbeiter umgesiedelt. Die Kontakte hatte er mit diesen bis Rest des Lebens besonders in Schriftform gehalten. Sein langjähriger Freund und Kamerad Josef Polasek sendete ihm über die ganze Reihe der Jahre Fachzeitschriften, die sich mit Architektur und Bauwesen befassen und welche besonders in dem Zeitraum der Abgeschlossenheit im Sozialismus gegen über dem Welt einen wichtigen Wert für seine Berufsentwicklung hatten.

Nach dem zweiten Weltkrieg im Jahr 1945 umwandelte die Bauabteilung der Firma Bata in eine Nachfolgeorganisation Stavosvit und im Jahr 1952 in die Firma CentroAufzeichnungen. Miroslav Drofa wurde bereits von der Vorkriegszeit ein renommierter und anerkannter Architekt, so dass nach dem Krieg ganz logisch er viele Gelegenheiten zusammen mit Kollegen V. Kubecka, T. Slezak, A.Vitek, J. Vozenilek und weiteren sich an der Erneuerung durch das bombardieren zerstörten Fabrikaten und Stadtstrukturen, sowie Wohnbebauung zu beteiligen hatte. An seinem Reißbrett sind außer anderen auch Aufzeichnungene zweien Mittelgang achtstöckigen Hochhäuser Morys  und fünf Wohnhochhäuser entstanden. Diese bilden bis heute eine ausdrucksvolle Dominante der Tomas Bata Strasse.

Morys Häuser, erbauen im Jahr 1947 haben sich mit erhobenem Wohnstandard gezeichnet. Bestandteil der Häuser war auch eine Gaststätte, Kindergarten, Kindergrippen, Wohnung des Hausverwalter, Ledigenheim für Zimmermädchen. Jede Wohnung hatte bereits eingebaute Küche aus Holz, sowie Ablageschränke. Eine Fließensverkleidung im Bad war selbstverständlich. Die Bewohner haben einen Personenaufzug, Abwurf für Abfälle, Waschraum und Mangelstube zur Verfügung. Diese funktionsmäßig einwandfreie Häuser, beheizt mit Zentralfernheizung waren die erste Bebauung in Tschechoslowakei, die an das Kollektivelemente des Wohnens orientiert war.

Ein typischer architektonischer Element der Häuser waren an der Fassade vorgelagerte und in den Endsektionen teilweise eingelassene Balkone aus perforierten Stahlbetonfertigteilen. Es handelt sich um ein Vereinheitlichungselement den in Zlin in der Zeit von 1945 bis 12950 erbauten Wohnhochhäusern.

Die Hochhäuser, undirekt mit Reise Architekt Drofa nach Schweden inspiriert, sind zwischen den Jahren 1947 bis 1950 erbaut. Zum erstenmal ist in Zlin für diese Höhe des Bauvorhabens als tragende Konstruktion Mauerwerk angewandt worden. Fünf Hochhäuser hatten die Panorama von Ostteil Zlin ergänzt.

Zusammen mit Morys Häusern sind ganz empfindlich in die umliegende Landschaft, sowie die Bebauung einkomponiert. Somit ist eine neue Hochwirbel und Kompositionsachse in diesem Stadtteil entstanden.

Bei den Industriebauten bevorzugte Architekt Drofa nicht nur die gesamte Konzeption des neu entstehenden Werkes, sondern auch seine Symbiose mit Umwelt, und von sich, sowie den eigenen Mitarbeitern hatte gefordert, dass möglich effizienter Verlauf von Produktion- und Materialfluss des Betriebes, optimale Konfiguration der Produktionsbereiche mit anderen und ein humaner Arbeitsumwelt.

Er Aufzeichnungenierte Industrieobjekte für verschiede Industriezweige. Dies erforderte vor eigener Planung sich mit der Substanz, sowie Grundzügen des konkreten Industrieverfahrens bekannt zu machen, die Logik der gegenseitigen Beziehungen zwischen einzelnen Produktionsbereichen zu begreifen, die Funktionsbeziehungen und die Hierarchie dessen Wichtigkeiten in dem gesamten Kontext des Werkes zu sortieren. Die entworfene Industrieobjekte waren charakterisiert durch hohe Universalität und Flexibilität. Drofa wurde sich bewusst, dass die Herstellungsverfahren werden sich nach und nach entwickeln in Richtung der kontinuierlicher Produktion, Automatisation und Robotisation der Abläufe. Den Schöpfern von solchen Konzepten wollte er auch für Zukunft höchste Freiheit und Raum für Umsetzung dessen Bedürfnissen zu gewähren.

Das Schicksal bescherte Architekt Drofa mit großer Herausforderung die Bauentwicklung und Architektur zu beeinflussen. Nicht nur Stadt Zlín. Er hatte diese Herausforderung voll genutzt. Obwohl seine Bauwerke fasst das ganze Leben unter wirtschaftlichem oder ideologischen Druck entstanden sind, nie haben diese Drücke ihn gezwungen die eigene Prinzipien, persönliche Handschrift und die Lebensanschauung auf die Architektur und ihre weitere Entwicklung zu verlassen.  Diese Feststellung ist um so mehr wertvoll, dass er ein universeller Schöpfer war, wie sich aus Übersicht seinen Werken ergibt. Er ist Autor von mehr als hundert Komplexen und Bauten, bei welchen fesselt die Simplizität, Zweckmäßigkeit und Gedanke, die bis zu durchgedachten Details führt. Blendende, s.g. „Große Architektur“ die zu einer persönlichen Präsentation  und s.g. “Unsterblichkeit des Autoren“ führt, hat in seinen Auffassungen keinen Platz gehabt. Desto ist er einer der wenigen Autoren, dessen Bauten ganz spontan  und ohne offiziellen Erklärungen  bis heute mit seinem Namen genannt werden. Zur persönlichen Berümtheit und Erfolgen blieb er ganz gleichgültig. Ergebene Beziehung zur Natur, Mäßigkeit bei Nutzung der irdischen Genüssen, freundliche Beziehung zur Menschen und große Kenntnisse der Klassik haben sich an beachtenswerter Kunstduschbearbeitung und Absichtlichkeit seines Werkes, bei Benutzung einer Randsimplizität und angewandten Mittel,  untergezeichnet.

Er war Ehrenmitglied des Verbandes der tschechoslowakischen Architekten.

Architekt Drofa ist auf dem Waldfriedhof in Zlin beigesetzt.


Ein besonderer Dank für die Zusammenarbeit bei der Vorbereitung dieses Materials geht an:

Ein besonderer Dank für die Zusammenarbeit bei der Vorbereitung dieses Materials geht an:

Mgr. Ladislava Hornakova, Kunsthistorikerin
Hrn. Ing.Arch. Zdenek Chladek, Kenner der Zliner Architektur
Hrn. Pavel Linhart, Kenner der Zrucer Architektur
Hrn. Ing.Arch. Pavel Novak, Kenner der Zliner Architektur
Hrn. Dalibor Novotny, Dokumentalist
Hrn. Jiri Novotny, Filmhistoriken
Hrn. Petr Vasulka, langjährigen Kollege
Hrn. Petr Zaboj, langjährigen Kollege
Ing. Arch. Jaroslav Hosek, langjährigen Kollege
Hrn. David Cerveny, web Designer

Die Bilder sind mit freundlicher Erlaubnis von folgenden Subjekten veröffentlicht:

  • Moravsky zemsky archiv v Brne  (Mährisches Landesarchiv in Brno)
  • Krajska galerie vytvarneho umeni ve Zline (Kreisgalerie bildender Kunst in Zlin)
  • Hrn. Jiri Novotny
  • Dopravni podnik Ostrava a.s. – Ing. Miroslav Abrecht, Ing. Boris Cefer, Ing. Rudolf Pavelek (Stadttransportunternehmen Ostrava)
  • Dolozilek Familie
  • Ing. Arch. Jaroslav Hosek

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